vegan, vegetarisch
Wir schauen gerne „Chefs Table“ und da ist uns in einer Folge Asma Khan begegnet. Sie kocht in London im „Darjeeling Express“ und hat 2018 das sehr empfehlenswerte Kochbuch „Asmas Indian Kitchen“ veröffentlicht. Daraus habe ich das Dal-Rezept entnommen und ein bisschen abgewandelt, vor allem in Bezug auf den Einsatz der Chilischoten.
Zutaten für die vegane Variante:
500g Bio-Tellerlinsen, mit kaltem Wasser abgespült und mindestens eine Stunde eingeweicht
2 Essl. Bio-Olivenöl
eine kleine Zwiebel, fein gehackt
drei Knoblauchzehen, fein gehackt
eine Chilischote, entkernt und fein gehackt
ein gestrichener Teelöffel Kurkuma
300 g Tomaten, würfelig geschnitten
ca. 600 ml Wasser
Salz
Zutaten für die „Tüpfelchen am i“ – Marinade
2 – 3 Esslöffel Bio-Olivenöl
frisch gemahlene, getrocknete Chilischote
frisch gemahlener Kreuzkümmel
einige getrocknete Curryblätter
eine Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz
Bei den Mengenangaben variiert man je nach Geschmack und ersetzt oder ergänzt durch eigene indische Lieblingsgewürze.
Zutaten für die vegetarische Variante:
Vegetarier ersetzen das Olivenöl durch Ghee oder Butterschmalz
Zubereitung:
Zwiebel, Knoblauch und Chili im Olivenöl anbraten, bis sie leicht Farbe annehmen. Die Tomaten beifügen und solange zugedeckt köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen sind. Die eingeweichten Linsen durch ein Sieb gießen und noch einmal gründlich mit kaltem Wasser abbrausen. Zum Tomatengemüse geben und gut durchrühren, mit Wasser aufgießen und zugedeckt weichkochen. Wenn man bemerkt, dass sich die Linsen am Pfannenboden anlegen und noch nicht weich sind, Wasser nachgießen. Zuletzt mit Salz abschmecken.
Für das aromatisierte Öl alle Zutaten in eine kleine Pfanne geben und bei ganz geringer Hitze simmern lassen. Es ist fertig, wenn die Knoblauchteilchen knusprig sind. Der Knoblauch darf aber nicht zu braun werden, sonst ist er bitter. Zum Servieren über das Dal oder den Reis löffeln.
Als Beilage habe ich Basmatireis und im Dampfgarer gedünstetes Gemüse serviert.

Der Reis kann durch rohe, würfelig geschnittene, festkochende Kartoffeln ersetzt werden. Dann gießt man allerdings mehr Wasser dazu.
Je nach Saison fügt man dem Dal noch zusätzliches Gemüse hinzu, Pilze passen auch gut.
Tipps:
Wir pflanzen jedes Jahr auf der sonnigen Fensterbank unserer Terrasse Chilis an. Sie gedeihen da prächtig. Wie ich schon oft erwähnt habe, essen wir alle gerne scharf. Einige Chilischoten werden sofort verkocht. Die besonders reifen, roten schneide ich in kleine Stücke und trockne sie, der Rest wird eingefroren. Bei Bedarf nimmt man die gefrorene Schote aus dem Gefrierschrank, schneidet ein paar Ringerl runter und friert sie wieder ein. So hat man das ganze Jahr über frische Chilis. Mit der Zungenspitze testet man an der Schneidefläche der Chilischote die Schärfe und oft stellt man fest, dass, obwohl sie an der selben Pflanzen gehängt sind, nicht alle gleich scharf sind. Also Vorsicht! Zudem muss man berücksichtigen, dass die Intensität durch längeres Kochen noch etwas verstärkt wird.

