vegan
Durch Fermentieren wird Gemüse mittels Milchsäurebakterien haltbar gemacht. Es wird leicht bekömmlich, ist gesund und sehr schmackhaft. Das wohl bekannteste milchsauer vergorene Nahrungsmittel in Österreich ist Sauerkraut. Und was für unsere Breiten Sauerkraut ist, ist für die Koreaner Kimchi. Auch Sauerteigbrot benötigt den Prozess der Fermentation.
Zutaten:
Kimchilake:
ein Liter Wasser
50 g Salz
ca. 500g Chinakohl, die äußeren Blätter zur Seite geben, den restlichen Salat in 2 – 3 cm breite Streifen geschnitten
eine gelbe Zwiebel, in Ringe schneiden
zwei Zehen Knoblauch, in feine Scheibchen geschnitten
ein ca. 2 cm großes Stück Ingwer, gestiftelt
zwei Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
ein Teel. Ahornsirup
ein Teel. Gochujang
Zubereitung:
Das Salz im Wasser auflösen.
Den geschnittenen Chinakohl in das saubere Fermentierglas schlichten, die Chinakohlblätter halbieren und auf das geschnittene Gemüse legen. Somit soll verhindert werden, dass etwas aufschwimmt. Jetzt ganz vorsichtig die Salzlake über das Gemüse leeren, es dürfen keine Luftblasen eingeschlossen sein. Man entfernt sie, indem das Glas leicht geneigt wird, sodass die Blasen aufsteigen können.
An einem kühlen Ort 6 – 8 Stunden stehenlassen.

Im nächsten Schritt das Gemüse abseihen, die Salzlake auffangen und die Abdeckblätter aufheben. Chinakohl abtropfen lassen und kosten. Wenn er zu salzsauer schmeckt, mit Wasser waschen.
Nun die restlichen Zutaten unter das Gemüse mischen und einige Minuten gut durchkneten, es tritt Flüssigkeit aus.
Kosten, wenn es gut schmeckt, alles wieder ins Fermentierglas füllen. Das Kimchi schmeckt jetzt schon wie das fertige Produkt. Je nach Geschmack nachwürzen.
Das Gemüse fest nach unten drücken, über dem Kimchi steht Gemüsesaft. Die Abdeckblätter auf das Gemüse geben, es darf wieder nichts aufschwimmen bzw. aus der Flüssigkeit schauen. Eventuell etwas von der aufgefangenen Lake darüber leeren. Am besten ist es, wenn das Fermentiergut beschwert wird, dafür ein kleines, mit Wasser gefülltes Glas, Murmeln, Glassteine, … verwenden.

Das Kimchi soll an einem kühlen Ort ca. 5 – 6 Tage stehen. In der Zwischenzeit das Glas ab und zu beobachten und dran riechen. Durch den Gärungsprozess steigen kleine Luftblasen auf, es „perlt“ und das Kimchi riecht angenehm säuerlich.
Nach ungefähr einer Woche kann gekostet werden. Wenn es gut schmeckt, Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Zur Jause oder als Beilage servieren oder einfach jeden Tag zwei Gabeln davon naschen. Tut dem Darm gut und stärkt das Immunsystem.
Wissenswertes:
Es gibt eigene Fermentationsgefäße, aber es reicht auch ein Weckglas oder ein gewöhnliches Gurkerlglas.
Das wichtigste ist sauberes Arbeiten. Das Fermentierglas und den Deckel am besten sterilisieren
Tipps:
- Ahornsirup kann man durch Agavensirup oder Zucker ersetzen.
- Ein natürliches Salz verwenden, es sollte nicht jodiert sein, bzw. Rieselhilfen enthalten. Ich verwende Steinsalz.
- Gochujang ist eine koreanische Chilipaste. Sie kann durch einen Teel. Chiliflocken und einen Teel. Paprikapulver ersetzt werden.
- Mit besten Zutaten, natürlich in Bioqualität, arbeiten.
